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28.03.2025 Neue BISp-Publikation: COVID-19 im deutschen Spitzensport – Erkenntnisse aus der CoSmo-Studie

Welche Auswirkungen hat eine SARS-CoV-2-Infektion auf Sportlerinnen und Sportler? Diese Frage beantwortet die aktuelle BISp-Publikation zum Projekt „COVID-19 im deutschen Spitzensport - Eine multizentrische Kohorten-Studie (CoSmo-S)“.

Unter der Leitung von Prof. Dr. Nieß (Universitätsklinikum Tübingen) wurden in 13 sportmedizinischen Ambulanzen, die fast ausschließlich universitären und DOSB-lizenzierten Einrichtungen angehören, 2.631 erkrankte und gesunde Sportlerinnen und Sportler untersucht – eine in dieser Form einzigartige Studie.
Die Publikation liefert umfassende Einblicke in die gesundheitlichen Auswirkungen einer SARS-CoV-2-Infektion bei Freizeit- und Leistungssportlerinnen und -sportlern in Deutschland. Neben einer systematischen Erfassung von Symptomen, Belastungstoleranz und Leistungsfähigkeit wurden auch kardiopulmonale, laborgestützte und (spiro-)ergometrische Untersuchungen dokumentiert, zudem erfolgte ein Biosampling aus Blutproben.

Ausgewählte Ergebnisse der CoSmo-Studie:

• Die meisten infizierten Athletinnen und Athleten zeigten in der Akutphase leichte bis moderate Symptome, nur wenige mussten hospitalisiert werden – eine Intensivbehandlung war in keinem Fall erforderlich.
• Freizeitsportlerinnen und -sportler wiesen häufiger Beschwerden auf als Kaderathletinnen und -athleten. Zudem zeigte sich bei Frauen eine höhere Symptomlast.
• In beiden Gruppen (Kader- und Freizeitsportlerinnen und -sportler) kam es zu relevanten Trainingsausfällen, die bei mehr als 50 % der Infizierten länger als zwei Wochen andauerten.
• Persistierende Beschwerden: Die in beiden Gruppen nachweisbare Persistenz von Beschwerden, die sich bei knapp 10 % der Kadersportler und -sportlerinnen im Mittel auch noch neun Monate nach Infektionsbeginn in einer relevanten Verringerung der subjektiven Belastungstoleranz äußerte, stellt einen beachtenswerten Befund dar, der einer weiteren Nachbearbeitung bedarf.
• Die initial befürchteten erhöhten Risiken beim Return-to-Sport, insbesondere hinsichtlich einer Myokarditis, traten geringer als erwartet auf. Dennoch bleibt eine vorsichtige Rückkehr ins Training bei SARS-CoV-2-infizierten Sportlerinnen und Sportlern empfehlenswert.

Weitere Informationen zum Projekt finden Sie hier.

COVID-19 im deutschen Spitzensport

Hier können Sie die Publikation "COVID-19 im Spitzensport" als PDF downloaden.

PDF, 3MB, Datei ist nicht barrierefrei

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